Alkohol hat in vielen Gesellschaften und Kulturen einen festen Platz als Genussmittel. Eines der Themen, die dabei oft diskutiert werden, ist der Einfluss von Alkohol auf das Training und Trainingsziele.

Betrachtet man die Auswirkungen genauer, wird deutlich, dass Alkohol kann zum Feind werden kann, wenn es um sportliche Ziele im Training geht. Hier einige Auswirkungen von Alkoholkonsum auf deine Trainingsfortschritte:

  • Hemmung der Proteinsynthese: eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigt, dass Alkoholkonsum die Muskelproteinsynthese hemmen kann, was wiederum zu einem verminderten Muskelwachstum führen kann.
  • Auswirkung auf den Hormonhaushalt: Alkohol kann den Hormonhaushalt beeinflussen, indem der Testosteronspiegel gesenkt wird und der Cortisolspiegel erhöht wird. Testosteron ist wichtig für den Muskelaufbau des Körpers, während das Cortisol (Stresshormon) den Abbau von Muskelgewebe fördern kann.
  • Verminderte Regenerationsfähigkeit: Durch die niedrigere Produktion von Wachstumshormonen, die ebenfalls auch wichtig für die Muskelregeneration und den Muskelaufbau sind, kann auch die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigt werden, Nährstoffe wie Protein und Kohlenhydrate effektiv aufzunehmen, die für den Muskelaufbau und die Regeneration benötigt werden. Dies kann dazu führen, dass die Fortschritte im Training langsamer voranschreiten und die Regeneration nach dem Training länger dauert.
  • Dehydration: Alkohol kann zu Dehydration führen, da es ein harntreibendes Mittel ist, was bedeutet, dass es den Körper dazu veranlasst, mehr Flüssigkeit auszuscheiden, als er aufnimmt. Als Folge kann Dehydration Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen und Schwindel verursachen, was sich wiederum negativ auf die körperliche Leistungsfähigkeit auswirken kann.

Das sind nur ein paar Punkte in einer langen Liste von negativen Effekten. Aber insgesamt kann festgehalten werden: Auswirkungen von Alkohol können den Effekt des Trainings auf den Muskelaufbau und die körperliche Leistungsfähigkeit verringern. Es wird daher empfohlen, den Alkoholkonsum zu moderieren, um die negativen Auswirkungen auf das Training zu minimieren und Trainingsziele schneller zu erreichen.

Autorin: Juliane Weber, B.A. Fitnesstraining

 

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